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Die Bedeutung des Spielens für das Kind

Kinder im Alter von 3 bis 4 Jahren spielen noch gern allein. Der Spielpartner ist noch nicht so wichtig, der größte Anreiz geht vom Spielmaterial aus. Erst ab dem 4. bis 5. Lebensjahr entwickeln sich gemeinsame Spielformen, wird das Kommen des Spielpartners abgewartet, ehe man ein Spiel auswählt.

 

Die „Kleinen" gestalten den Tag noch überwiegend mit spielen, die „Großen" bitten sich längere Spielzeit nur noch für besondere Vorhaben aus, sie gehen in der Spielzeit gerne auch anderen Angeboten nach..

 

In der langen Geschichte der Pädagogik

ist spielen sehr unterschiedlich bewertet worden. Demzufolge haben sich die Formen der Spielpädagogik immer wieder verändert. Aber es ging immer um die Frage, was spielen für das Kind über den Zeitraum, in dem es sich dabei vergnügt, bedeutet.

 

Zu den Merkmalen des Spielens

gehören unter anderem, dass den eigenen Bedürfnissen folgend gehandelt, Initiative entfaltet und nach neuartigen Lösungen gesucht wird und dass schöpferische Aktivität zum Zuge kommt. Bei allen Zielsetzungen soll der Leistungsgesichtspunkt nicht übermäßig in den Vordergrund gestellt werden.

Ein Erwachsener, der sich wie ein spielendes Kind verhalten kann, hat auch gelernt, in den „Wechselfällen" des Lebens er selbst zu bleiben und sich gegen unmäßigen Leistungsdruck zu wehren.

 

Im Spiel werden entscheidende Einstellungen gewonnen, von denen die Lebensführung des Erwachsenen abhängt.

 

Jedes Spiel verlangt von den Kindern das Ausführen bestimmter Tätigkeiten, damit es überhaupt in Gang kommt. Viele dieser Tätigkeiten müssen Kinder erst erlernen und durch Üben verbessern.

 

Spielen und Lernen

sind untrennbar miteinander verbunden. Kinder spielen wozu sie Lust haben. Da Lernen aber zum Gelingen des Spiels notwendig ist, sind sie außerordentlich motiviert, im Spiel zu lernen.

 

Damit spielen auch spielen bleibt, bedarf es der behutsamen Lenkung des Erwachsenen. Zu häufiges Eingreifen kann das Spiel des Kindes massiv stören und ihm somit schaden.

 

Spielende Kinder gestalten ihre Zeit kreativ, entfalten Eigeninitiativen, regeln Angelegenheiten selbständig und sind bereit, sich anzustrengen. Sie erfahren Befriedigung und Selbstbestätigung nach gelungenen Spielerlebnissen.

Die Erzieherinnen haben die Aufgabe geeignete Spielmaterialien für alle Altersstufen für Jungen und Mädchen bereitzustellen, die Kinder im Spiel zu beobachten, Hilfestellung und Unterstützung anzubieten, wo es erforderlich ist und bei Bedarf Spielanregungen zu geben.