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Und was macht die Erzieherin den ganzen Tag?

Die Aufgaben der Erzieherin haben sich in der letzten Zeit etwas verändert. Sie ist, bedingt durch die teiloffene Gruppenarbeit und die Stellenplanaufstockung auf zwei Fachkräfte pro Gruppe, nicht immer in ihrem Gruppenraum zu finden. Sie arbeitet nicht mehr permanent mit 25 Kindern. Anstelle des Angebots für die Gesamtgruppe sind vermehrt die individuellen, dem Alter und der Reife der Kinder angepassten Angebote vertreten. So Braucht man bei Wissensvermittlung und Bildungsangebot nicht mehr den goldenen Mittelweg zu wählen, der die kleinen Kinder nicht über- und die größeren Kinder nicht unterfordert. Man kann Spiel und Information gezielt auf die Konsumentengruppe ausrichten. Diese individuelle Betreuung braucht noch mehr Engagement, Flexibilität und Vorbereitung von Seiten der Erzieherin, ist aber für alle Beteiligten zufriedenstellender. War die Erzieherin früher allein für Ordnung und Disziplin in ihrer Kindergruppe zuständig, sind heute alle im Team daran beteiligt. Durch die Mischung am Vor- und Nachmittag sind die Erzieherinnen allen Kindern vertraut und umgekehrt, alle Kinder mit allen Erzieherinnen. Außerdem nutzen wir die besonderen Fähigkeiten der Arbeitskräfte. So gehen Kinder aus allen Gruppen in Kerstins Yogagruppe bzw. Gittas Expermentierstunde. Oder sie besuchen AG's bestimmter Erzieherinnen, in denen man besondere Techniken erlernen kann usw. Dieses Vernetzen der Arbeit macht die Reflexion über Beobachtungen am Kind sowie den Austausch über Verhaltensauffälligkeiten und Defizite und somit den Umgang damit leichter und sicherer. So ist es auch keine Katastrophe mehr, wenn so ein „Allroundkünstler" in seiner Gruppe es einmal wagt, krank zu werden, Urlaub zu machen oder eine Fortbildung zu besuchen. Dann sind auch die Eltern nicht orientierungslos oder lehnen gar eine Vertretungskraft ab, wenn die Gruppenleitung ausfällt.


Eine Erzieherin, die in unserem Team arbeiten soll

 

  • die Kinder morgens freundlich begrüßen und ihnen damit zeigen, dass sie auf sie gewartet hat und sich auf den Tag mit ihnen freut;
  • offen sein für alle Kinder in der Einrichtung und sich für sie verantwortlich fühlen;
  • die Kinder in ihrer Entwicklung begleiten und Entwicklungsschritte nicht vorgeben;
  • an der Seite der Kinder sein und ihnen Sicherheit vermitteln;
  • die Kinder genau beobachten um Entwicklungs- und Verhaltensauffälligkeiten wahrnehmen und bei Bedarf nach Lösungen suchen;
  • den Kindern eine Umgebung schaffen, die ihre Neugierde weckt und ihnen die Möglichkeiten für Entdeckung gibt;
  • Formen der Elternarbeit mit den Kolleginnen und Eltern entwickeln;
  • Projektangebote und einzelne Aktivitäten mit Kindern und Kolleginnen gemeinsam entwickeln, diese motivieren und mit ihnen zusammen durchführen;
  • mit den Kindern "den Tag leben", d.h. nicht nur der Planung zu folgen, sondern auch Zeit für Spontanes einräumen, z.B. Gespräche:
  1. Wie ist das Wetter?
  2. Annas Vater muss ins Krankenhaus;
  3. in Peters Garten ist die erste Osterglocke aufgegangen;
  4. Lena hat sich von ihrem Wellensittich verabschieden müssen - er war alt und krank;
  5. Lisa war im Zirkus;
  6. die Oma von Birgit kommt zu Besuch usw.
  • nicht zuletzt daran interessiert sein, sich weiter zu entwickeln und an Fortbildungen und Schulungen teilzunehmen, sowie sich über Fachliteratur zu informieren. Wichtig ist, dass sie das, was sie erfährt und für unsere Arbeit als bedeutend erachtet, mit dem Team austauscht. 

 

Durch Kleingruppenarbeit und teiloffene Gruppen

 

überwiegen für das Team folgende Vorteile:

  • die Erzieherin muss sich nicht ständig mit der Gesamtgruppe beschäftigen;
  • es gibt keinen Konkurrenzkampf unter den Gruppen;
  • man kann in Kleingruppen ungestörter und konzentrierter arbeiten;
  • die Förderung einzelner Kinder, die Hilfe brauchen, ist eher gewährleistet;
  • man kann bei Elterngesprächen auf das Fachwissen und die Unterstützung von Kolleginnen setzen, das sie die Kinder auch kennen;
  • man kann die Kolleginnen in die Reflexion der eigenen Arbeit mit einbeziehen und Unterstützung erfahren.

 

Wir

 

Lernen täglich in ganz verschiedenen Situationen mit den Kindern. Dabei wollen wir für die Kinder:

  • Vertraute sein, die ihnen aber auch durch konsequentes Verhalten Sicherheit geben;
  • ihnen Grenzen aufzeigen und notwendige Strukturen schaffen;
  • die Einhaltung von Regeln einfordern;
  • den Tag mit den Kindern so leben, dass sie auf ihr Umfeld, ihre Spielkollegen und Geschehnisse aufmerksam werden.

 

Die Erzieherin

 

Meist die erste weitere Bezugsperson des Kindes, hat eine besondere Vorbildfunktion für das Kind. Das gilt insbesondere für die Vermittlung von Werten. Wir wollen dazu beitragen, dass Ihr Kind „fit für das Leben" wird.

Ihr Kind soll bei uns:

  • Erfahrungen machen;
  • mutig werden;
  • den Weg ins Leben selbstbewusst und verantwortungsvoll gehen;
  • sich auftretenden Problemen stellen;
  • Bildung als Grundlage für den nächsten großen Schritt (Einschulung) und darüber hinaus für das gesamte spätere Leben erfahren.

 

Wir wollen Ihren Kindern

 

Nähe entgegen bringen und sind uns aber auch der Notwendigkeit emotionaler Distanz bewußt.